Reise ans schwarze Meer

    Reise ans schwarze Meer

    Hallo,
    für diesen Sommer plane ich ein Reise nach Rumänien. Es soll bewusst puristisch zugehen. Übernachtung im Zelt, oder in billigsten Unterkünften. Ich suche den Kontakt zu den Menschen des Landes.
    Reisen nicht rasen ist meine Devise. Gerne fotografiere ich, was mir über den Weg läuft.
    Sollte jemand Lust haben, ein Stück des Weges mitzufahren, darf er sich gerne melden!
    Abfahrt ist frühestens am 27.7.2017 Geplant sind ca 3 Wochen.
    Nach Rumänien wollte ich mit dem Mopped auch schon seit längerem jetzt ist es aber zu kurzfristig. Wünsche dir viel Spaß ich kenne Rumänien bisher nur von Dienstreisen, die meisten Menschen dort sind sehr freundlich und hilfsbereit. Nur ganz so puristisch würde ich nicht reisen wollen. Ein Bett mit Dusche brauch ich schon ;)

    Erzähl uns bitte von deinen Erlebnissen auf der Tour.

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „AndreasHezel“ ()

    Hi Stefan,
    da hast du dir ja was vorgenommen. Ich war zwar schon am Kaspischen Meer und am schwarzen Meer in Bulgarien - aber alles mit dem Flieger. Sicher ne tolle Sache - Hut ab wenn du das durchziehen möchtest - das perfekte Motorrad hast du ja schon mal dafür !

    Bitte dann Fotoduko für uns im Forum :)
    Gruß Micha

    Mehr - ist weniger ;)
    Hier waren in der Vergangenheit einige Rumänieninteressenten. Daher hier mal ein Reisebericht.
    Grundsätzliches:
    Zeit: Die letzten beiden September Wochen – weil da angeblich Regenarme Zeit ist. Weiter unten dazu mehr.
    Ich war mit einem kommerziellen Anbieter unterwegs. Insgesamt waren es 10 Motorräder + Begleitfahrzeug für Gepäck.
    Dabei waren Motorräder aller Kategorien und die Teilnehmer aus Schweiz und Deutschland.
    Bargeld gewechselt (in Rumänien ist besser) hatte ich 1500 Lei – ca. 330 €. Das war ausreichend für die quasi 13 Tage in Rumänien für sämtliches Essen, ein paar Mitbringsel,
    vor allem das Bier und Palinka (Und wir hatten viel Durst). Dazu noch 3-mal tanken, weil ich zum Schluss noch so viel Lei übrig hatte.
    Geldautoamten dichte ist in Städten reichlich. Obacht! Unbedingt vermeiden, dass der Wechselkurs umgerechnet wird.
    Das kostet einen Haufen Gebühren. Als Anhaltspunkt: Die Übergroße Meldung ignorieren, die kleine Meldung in der Ecke wählen.
    Hotels waren allesamt gute Mittelklassehotels - da gab es nix zu meckern. Bei Bedarf - Adressen habe ich.
    Zwei Tage verbrachten wir in einem abgestellten Zughotel (Ich hatte zum Glück eine Einzelkabine.
    Hier muss wahrscheinlich lange vorher aus Deutschland reserviert werden.
    Hotelzimmer (auch Hotelzug)waren immer mit reichhaltigem Frühstück. Eintritte für Besichtigungen waren durch die Reisekosten schon abgedeckt.
    Tankstellennetz ist sehr ausgeprägt. Kreditkarte ist eigentlich immer möglich. Preis je Liter Super aktuell ca. 1,04€ - 1,10€.
    Ruhig bleiben – Bei Schichtwechsel ist halt mal 15 Minuten kein Tanken möglich.
    Essen sehr gut, jedoch deftig – ich hatte prophylaktisch wegen empfindlichen Magen immer Iberogast genommen.
    Beim Essen viel viel Zeit mitbringen, schnell mal nen Happen is nicht. Da dauert schon eine einfache Waffel mindesten ½ h und dann haste noch nix zu trinken..
    Man sollte Palinka fest sein (der nationale Schnaps aus Pflaumen) Den gibt es von gut schmeckend bis bösartig und ist oft selbst gemacht.
    Preise allgemein sehr günstig. (0,5 Bier 1,80 – 2,20€) Essen 8-10 €. Zimmer mit Frühstück (Einzel) ca. 25 – 45 €. (z. B. Best Western Hotel, Golf Hotel)
    Womit muss man rechnen:
    Tiere aller Art auf den Straßen wie: Pferde, Kühe, Schweine und Mopped jagende Hunde, die eine Schafherde verteidigen.
    Und was es nicht einfacher macht, Pferde/Kühe rennen oft auf der Straße. Auch ne Sau kam vom Hof und wollte mit mir diskutieren. Keine Ahnung was die denen ins Fressen kippen…
    Besondere Vorsicht geboten an Bahnübergängen (Große Löcher und quasi ein Zwangsstop der Einheimischen) und an Tankstelleneinfahrten
    (Tankstelle neu, Zufahrt hat Schlaglöcher – das ist dort gang und gäbe wegen den Besitzverhältnissen).
    Darüber hinaus zählt alles unter einem halben Meter nicht als Schlagloch, die habe dort andere Toleranzen. ;)
    Wenn man Glück hat, steckt ein Besenstiel mit einem Fähnchen drin.Wenn man weiß wo, sind die Straßen allgemein in einem besseren Zustand als in Deutschland, also mit Straßenmaschinen kein Problem.
    Treffen war in Wien bei eigener Anreise. Insgesamt von Frankfurt ca. 1300 KM bis an den ersten rumänischen Stützpunkt

    Tag 1 Wien nach Resita [ Etappe ca. 650 km ]
    Am ersten Tag hatten wir uns in Wien um 8:00 bei leichtem Nieselregen getroffen und wollten auf kürzesten Weg via Ungarn nach Resita in Rumänien fahren. So der Plan. Blöd nur, dass es den ganzen Tag junge Hunde geschüttet hat und dies in Rumänien zum Sturm ausbrach. (Kam sogar in deutschen Nachrichten)Auf der Autobahn standen 100te Fahrzeuge am Rand mit platten Reifen, da die Mittelverstrebungen aus Metall zum großen Teil abgemäht wurden, auf der AB lagen und massenhaft Reifen geschlitzt hatten. Mit dem Mopped fahren auf Sicht und immer ausweichen ….Näher am Zielort (ca. 150 KM davor) waren Auf den Bundesstraßen dutzende Bäume und Äste um gemäht auf den Straßen, in Orten Häuser mit herunter geflogenen Ziegeln.Im dunklen Ort trieb ein Bauer seine Kühe quer über die Straßen. In normaler Geschwindigkeit hätte das gepasst. Dann wollten wir tanken, so der Plan. Ging nicht, da die Tankstellen flächendeckend keinen Strom hatten. Je näher am Ziel, desto mehr fuhren wir alle im Schleichmodus. Kurz vor dem Ziel gab es dann wieder Strom und eine Tanke mit Strom und Benzin.Abends 21:30 waren wir am Hotel, Klamotten ausgepackt, geduscht und erst mal ein gutes Bier.Klamottentechnisch: 2 Gortex Handschuhpaare geschafft, Hose trotz Regenkombi durch, Navi TOMTOM Rider 400 wasserdicht, allerdings von innen. Am Morgen dann noch ne Stunde die Hose und das Navi geföhnt. Handschuhe hatte ich 4 Paar mit.

    Tag 2 Resita-Banat-Alpina-Resita [ Etappe ca. 240 km]
    Wir fuhren Einfahrrunde durch das Banat. Den größten Teil davon auf richtig coolen Nebenstrecken: Viele Kurven, wenig Verkehr, dafür sehr viel Wald – und Berge und die Straßen traumhaft. Am Ende der Tour in Resita noch das Dampflokmuseum im Park besichtigt. Die waren um die Jahrhundertwende führend darin. im Park, darunter Rumäniens erste Lok von 1872.

    Tag 3 Resita-Donau-Defilee-Baile Herculane + Hotelwechsel [ Etappe ca. 300 km ]
    Einen großen Teil der Tour sind an der Donau entlang gefahren. Beginn war, wo die Donau Rumänien erreicht. Wir fuhren dann weiter bis seinem ihrem Durchbruch am Eisernen Tor. Die Strecke sehr schön, eignet sich zum cruisen und ist vergleichbar mit Küstenstraße Kroatien (Kommt nicht ganz ran – aber fast) Die Straßen dort allerdings haben teilweise etwas von Hämorriden Suchgerät, dass aber nur die ersten 30KM am Anfang. Man fühlt sich zeitweise wie in einem Fjord. Die Strecke selbst nennt sich Donau-Defilee. Auf der Strecke liegt so was wie das rumänische Mount Rushmore (ein 40 Meter hohes Steinportrait) Gegenüber liegt Serbien. Vom Donaudurchbruch ging weiter etwas außerhalb von Baile Herculane, wo ich dachte, wir sind in einem italienischen Bergdorf. Überall gab es Termalbecken. Das Hotel sehr neu, sehr sauber, Essen top und der Gastgeber begrüßte uns auf Deutsch

    Tag 4 Baile Herculane-Brancusi-Park-Transalpina-Alba Iulia [ Etappe ca. 270 -300km ]
    Zunächst gab es mit den Moppeds eine kurze Besichtigung von Baile Herculane. Das war in der Kaiserzeit das Monte Carlo der hohen Herrschaften. Mittlerweile sind die Häuser sehr verfallen, aber es tut sich was mit dem Aufbau und Restaurierung.Weiter ging es über zig kleine Waldstraßen, etwas höher und mitten im Wald am Rand stand eine Hütte (vergleichbar mit einer Almhütte) So will man nicht wohnen, aber die tun es das ganze Jahr. Dort sind wir kurz für eine Portion Ziegenkäse mit Zwiebel und Brot und einem Kaffee eingekehrt. (Preis ca. 1 € pro Nase) Dann sind wir noch durch das Flachland gefahren, die endlose Säule besichtigt. (Muss in der Kunstwelt bekannt sein)Dann ging es an den Ort, nachdem wir alle schon gefiebert hatten. Auf die Transalpina. Ca. 50 KM ins Hochgebirge, Kurven und Kehren satt, wie auf den besten Italienischen Pässen. Zu Beginn eine Tanke, unbedingt nutzen. Hier fuhr dann jeder für sich und das war auch gut so. A Träumche……… Der Urdele-Pass liegt dann auf 2145 Meter. Cooles Panorama, schöne flüssige Kehren. Auf dem letzten Drittel (Ich war bei den ersten), fing es leicht an zu nieseln, totaler Nebel. Wir nix wie runter am Treffpunkt gewartet. Guide und 2 waren noch oben. Nach nem kurzen Telefonat sind wir sind dann weiter zum Golfhotel Alba Julia gefahren. Der Guide und ein Teilnehmer mussten die Moppeds wegen Sturmboen abstellen. Einem Teilnehmer hat‘s seine abgestellte BMW GS1200 durch eine Sturmboe über den Hauptständer komplett hingeschmissen, aber nix größeres defekt. Der Wagen kam auch nicht mehr durch, da Bäume quer hingen. Ich habe nur erzählt bekommen, dass dann ein rumänisches Auto kam, die Jungs eine Motorsäge auspackten und Tabula Rasa machten.Kurz vor dem Hotel, wollte sich noch ein Schafhund eine Herde Moppeds einfangen. Komische Gefühl wenn der ins Mopped beißen will….. Es hatte eh wieder geschüttet wie Sau, abends wieder alles nass, mittlerweile sind wir es ja gewohnt. Aber das Stiefelbier entschädigte. Abends um 10 kam der Guide + Rest. Das Golf Hotel recht nett– von einem Millionär mehr zum Feiern als zum Vermieten gebaut. Wir waren so ziemlich die einzigen Gäste. Uns war es egal.

    Tag 5 Alba Iulia-Apuseni-Tangentiale-Alba Iulia [ Etappe ca. 320 km ]
    Auf gut ausgebauten Nebenstrecken ging es auf einen Tagestrip über den sehr reizvollen und weitestgehend neu geteerten Trans-Ursoaia. Ein Rindvieh aus der Truppe hat aus Galgenhumor noch gemeint, dass es mal wieder Zeit für Regen sein sollte und so kam es dann auch – nass wie die Erdferkel sind wir dann wieder im Hotel gelandet – witziger Weise wollte keiner das Stiefelbier auslassen. Einige KM vor dem Hotel versuchten schon wieder einige Hirtenhunde „Fang das Mopped zu spielen“
    Traktionskontrolle im Regen funst beim etwas hastigen Gas geben.Dann abends der Schock. Erst Fassbier alle, dann Wein alle, Hmmh wurde Zeit ein neues Hotel zu suchen.

    Tag 6 Alba Iulia-Sibiu/Hermannstadt [ Etappe ca. 60 km ]
    Quasi ein Mopped Ruhetag. Wir sind lediglich nach Sibiu, deutscher Name Hermannstadt (Angeblich auch die am meisten deutsch eingefärbte Stadt) gefahren. Das Hotel Continental lag direkt an der Altstadt.
    (Wenn ich nur nach dem Hotel gegangen wäre, hätte ich eher vermutet in Tokyo zu sein )
    Nachdem wir die Altstadt erkundet hatten, gab es erst mal ein Mittagsbier + obligatorischen Palinka. Die Stadt ist schön restauriert und man kommt sich als wäre man irgendwo in Österreich.
    Nach dem alkoholischen Pausensnack war sie noch schöner. Abends ging es dann ins Festzelt aufs Oktoberfest – wohin auch sonst…..

    Tag 7 Sibiu-Transfagarasan-Sibiu [ Etappe ca. 370 km ]
    Heute ging es auf einer der Königsetappen. Von Norden nach Süden (ca. 180KM) an Rumäniens höchstem Gipfel Moldoveanu rauf in die Hochalpenstrasse Transfagarasan . Was soll ich sagen, die muss man gefahren sein. Ich denke, es war keiner dabei, der nicht ein grinsen drauf hatte. Angeblich wurde das von der Regierung Ceaușescu zwecks Landesverteidigung gebaut – Wenn solche Strecken dabei raus kommen - weiter so.Weiter mit Zwischenstopp mit Blick auf das echte Dracula Schloss. Zusätzlich weiß ich auch wo die Walachei ist und woher der Name kommt – fällt unter die Rubrik: Nutzloses Basis Wissen. Egal. Zurück auf Nebenstrecken nach Sibiu und wie sollte es anders sein…. 10 KM vor dem Ziel mal ein schöner Regen. Was sonst…

    Tag 8 Sibiu-Kirchenburg-Bergstädtchen-Bärensee [ Etappe ca. 250 km ]
    Heute ging es weiter Richtung Siebenbürgen mit Besichtigung einer dort üblichen Kirchenburg in Biertan. (Name hört sich gut an, war aber zu früh) Historisch verbürgt gab es da eine Paartherapie, wo ein Paar einfach in einem Raum mit einem Stuhl und einem sehr schmalen Bett gesperrt wurde – Dauer offen, möglicherweise bis es weich wurde. Besonderheit in der Kirche – die Tür der Sakristei mit einem hochkomplizierten Schloss (das die Tür an 13 Stellen gleichzeitig verriegeln konnte, Bj 1700 Jahrhundert) . Das wurde auf der Pariser Weltausstellung 1889 als technisches Meisterwerk vorgeführt.(Bevor jetzt einer meint Streber…….Natürlich haben wir das erzählt bekommen) Die nächste Strecke eher etwas langweilig, aber es ging in die Geburtsstadt vom wie man annimmt historische Vorbild für Stokers Romanfigur Dracula Vlad Tepes nach Sighisoara (deutsch: Schäßburg). Das gilt als Europas älteste bewohnte Burg - wieder eine sehr schöne Altstadt. Weiter ging es dann über eine schöne Route nach Sovata. Hier hätten wir baden können ohne zu schwimmen, da der Salzgehalt des Bärensees ähnlich dem Toten Meer. Wie gesagt, hätten…. Bei 15 Grad lehnten alle dankend ab und wir gingen mal wieder direkt zum Stiefelbier + Palinka über.

    Tag 9 Sovata-Bicaz-Klamm-Trans-Rarau-Voronet [ Etappe ca. 300 km ]
    Heute ging es auf etwas über 1000 Meter über einige Pässe durch die schmale Schlucht: Bicaz-Klamm. (Teilweise kaum 20 Meter breit) zwischen engen und mehr als 100 Meter steilem Felswänden durch.. Zwischenstopp am Roten See (durch Ablagerungen sehr rot das Ganze. Weiter ging es über eine versteckte Einfahrt auf die frisch asphaltierte Trans-Rarau. Am Pass noch rechts abgebogen um über eine noch kleinerer, Straße zur Berghütte zu kommen. (Berghütte ist eher ein Hotel und sehr neu)Anschließend noch das Blaue Kloster besichtigt, aber das war nicht so meines (eines der 4 größten Rumänischen Kloster)

    Tag 10 Sucevita-Palma-Borgo-Pass-Viseu de Sus [ Etappe ca.. 220 km ]
    Tag 10 stand die Drei-Pässe-Route – wie in den Alpen. Am höchsten Pass vor der Riesen Hand zum Affen für das obligatorische Gruppenfoto gemacht. Dann eine richtig geile Strecke nach Bistritz. Dort ging es über den Borgo-Pass (Dracula). Der reale Pass hat aber nix mit dem Film zu tun, das is ne Rennstrecke am Berg mit geilem Panorama. Weiter ging es nördlich nach Viseu des Sus. Hier waren 2 besondere Übernachtungen angesagt – im historischen Hotelzug mit Namen Carpatia-Express, betrieben von einer Schweizerin. Ich hab die bedauert, die ein Doppelzimmer gebucht haben. War irgendwie besonders und das Menü auch sehr lecker.

    Tag 11 Viseu de Sus-Wassertalbahn-Viseu de Sus [ Mopped FREI ]
    Heute ohne Mopped ging es in einen uralten Dampfzug, genannt Mocănița oder Wassertalbahn. Bei Einheimischen anscheinend sehr beliebt, fährt dieser über ca. 2 ½ h in gefühlter Schrittgeschwindigkeit mit ner Riesen Rußdampf Fahne ins Wassertal.Da kann man schön die Häuser und den Wald beobachten. Am Abend nochmals im Salonwagen ein Menü gegessen.. Da es abends schon sehr frisch war, sind wir ans Lagerfeuer und es gab rumänischen heißen Schnaps (schmeckte wie süßer Sliwowitz – nix für mich)

    Tag 12 Wassertal-Fröhlicher Friedhof-Holzhochhaus [ Etappe ca. 230 km ]
    Der Gag schon am Morgen. Unser Schweizer meinte zum anderen, Geb obacht – es ist glatt. Unser Morgenmuffel meinte nur, dass er nicht so nen Scheiß am Morgen labern solle – 2 Sekunden später hat’s ihn auf der Treppe zerrissen. Nix passiert außer ner Schürfwunde, aber das Gegröle war groß, während ich die gefrorenen Eisbrocken von meiner Sitzbank gekratzt hatte. Ne Stunden später losgefahren mit fröhlichen 7 Grad, auf der folgenden Höhenstraße waren es dann 3 – 6 + Bodenebel durch den Wald nach Sapanta. Mit meinen Heizgriffen war es mir wurscht einige andere waren etwas am Winseln. Am Zielort ging es in den fröhlichen Friedhof – ist anscheinend auch recht bekannt. Es stehen quasi auf Grabsteinen komische, teilweise makabere Sprüche. Recht nett, aber nun ja. Später ging es nach Surdesti. Dort steht mitten im Nichts Europas ehemals höchste Holzkirche als UNESCO-Welterbe. Hotel war auch wieder super Einzelzimmer umgerechnet ca. 28 € – was will man mehr.

    Tag 13 Surdesti-Crisana-Route-Oradea [ Etappe ca. 240 km ]
    Am letzten Tag war noch mal eine Super Strecke, von allem etwas, Super Straßen, Pässe, Cruisen, Gas geben - alles noch mal drin. Unterkunft war ein Festungshotel in Oradea - yes. Da hätte ich schon im Badezimmer eine Party feiern können.

    Tag 14 Oradea-Bayrischen Wald-Heimatort über 2 Tage [ Etappe ca.850 + 400 km ]
    Dort bin ich einfach los und direkt 200 KM Bundesstraße (Rumänien/Ungarn), dann Ungarn auf die AB bis Österreich und kurz vor Deutschland runter. Ab da Bundesstraße bis in den tiefen Bayrischen Wald. Noch eine Übernachtung und den Rest auch über Landstraße bis heim.

    Fazit: Super schöne Zeit in einer traumhaften Gegend gehabt. Insgesamt wenig Verkehr.
    Ich hatte vorher Manschetten alleine nach Rumänien zu fahren, aber diese Sorge ist meiner Meinung nach völlig unnötig.
    Ich würde nach Rumänien nicht nochmal in einer geführten Tour fahren, sondern dem jetzigen Wissen, den Kram alleine organisieren.
    Es war schön neue Leute kennen zu lernen, aber der Reiseleiter ging einem zunehmend auf den Sack. Es ließ sich aber trotzdem problemlos aushalten.
    Der größte Vorteil war, dass die Seitenkoffer vom Begleitfahrzeug transportiert wurden – aaaaber…Mein einer Koffer sieht aus wie Sau, der Lack voll für den Ar…..
    Ein weiterer Vorteil war, dass die Freundin des Guides aus Rumänien ist und somit perfekt übersetzen konnte.
    Jeder hatte auch ein Handy zur Verfügung – wurde allerdings von mir nie benutzt.Speisekarten muss man raten, aber oft gab es die in Englisch.
    Ein paar Grundvokabeln, (z. B. Bitte und Danke vă rog + mulțumesc ) oder ein kleiner Reiseführer hilft. Der größte Vorteil war, der Guide kannte die Strecken – aber die kenne ich jetzt auch.
    Die Gruppe hatte sich nach 2 Tagen in zwei Gruppen aufgeteilt – ich bin mit den Schweizern gefahren.Routen aufs Navi programmiert und ohne Guide gefahren und an diversen Punkten mit den anderen getroffen.
    Das war perfekt. Irgendwie scheinen mir die die Jungs von da sympathisch zu sein – Déjà-vu lässt grüßen…..
    TOMTOM RIder wurde eingeschickt - wir werden sehen wie es ausgeht.

    In diesem Sinne

    Gruß Oli
    Mit jedem Tag meines Lebens erhöht sich die Zahl derer, die mich .... :thumbsup:

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Odie“ ()

    toller Reisebericht :thumbup:

    ja.. wenn einer eine Reise tut, .......................
    Grüßle Martin
    wünsche allen, fahrt schräg und kommt gesund heim
    "Statt zu klagen, dass wir nicht alles haben, was wir wollen,
    sollten wir lieber dankbar sein,
    dass wir nicht alles bekommen, was wir verdienen."
    (Dieter Hildebrandt)

    Neu

    Tattergreis schrieb:

    Super Reisebericht und macht richtig Lust. Wie wäre es mit 2019? Nächstes Jahr bin ich schon ausgebucht.


    We will see....
    Ich bin noch am schwanken, ob es dann nochmal Kroatien, eher Richtung Albanien oder wieder Rumänien gibt. ?(
    Sind halt 14 Tage. Die musste einkalkulieren. :whistling:

    Gruss Oli
    Mit jedem Tag meines Lebens erhöht sich die Zahl derer, die mich .... :thumbsup:

    Neu

    Ich möchte sowas in der Art nächstes Jahr machen und bin am schwanken zwischen geführter Tour und selbst organisieren. Da hier der ein oder andere auch gerne in diese Richtung aufbrechen möchte könnten wir gemeinsam fahren. Wer sich mit ähnliche Gedanken plagt kann sich gerne per PN bei mir melden dann können wir mal am Telefon quatschten und uns treffen um zu sehen ob’s passen könnte.

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